
Vor zwanzig Jahren hat man einen neuen Computer in einer Stunde von CD aufgesetzt. Heute ist die Installation des Betriebssystems der kürzeste Schritt, und der ganze Tag geht für das drauf, was drumherum passiert.
Wo die Zeit bleibt
- Konten. Beim ersten Start führt das System zur Anlage eines Kontos beim Hersteller. Im Unternehmen ist das meist der falsche Weg: Ein privates Konto des Mitarbeiters auf einem Dienstgerät bedeutet, dass nach seinem Weggang niemand mehr an den Computer oder die verschlüsselte Festplatte kommt.
- Festplattenverschlüsselung. Sie schaltet sich oft von selbst ein. Der Wiederherstellungsschlüssel landet in einem Konto, auf das im Unternehmen niemand Zugriff hat. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass ein funktionierender Computer unbrauchbar ist.
- Datenübernahme. Dateien sind der einfachste Teil. Schwieriger wird es mit E-Mails, gespeicherten Passwörtern, Signaturen, Vorlagen und Programmlizenzen, die an das alte Gerät gebunden sind.
- Vom Hersteller vorinstallierte Programme. Sie müssen entfernt werden, und ein Teil davon kommt mit dem ersten Update zurück.
- Lizenzen. Das mit dem Laptop gelieferte Office-Paket ist manchmal eine Version, die nach einem Jahr ausläuft. Das sollte man vorher klären, nicht hinterher.
Was sich heute nicht mehr überspringen lässt
Windows 10 erhält keine Sicherheitsupdates mehr: Der Support endete im Oktober 2025. Ein Computer mit diesem System startet und läuft weiterhin, aber jede neue Sicherheitslücke bleibt für immer offen. Bei einem Gerät, auf dem die Buchhaltung oder das E-Mail-Postfach läuft, ist das keine Frage der Bequemlichkeit.
Ein Teil der älteren Computer erfüllt die Anforderungen von Windows 11 nicht. Dann gibt es eine echte Wahl: das Gerät austauschen oder diesen Arbeitsplatz für Aufgaben ohne Zugriff auf Firmendaten einsetzen.
Wie wir es einrichten
- Das Administratorkonto gehört dem Unternehmen, nicht dem Mitarbeiter. Der Mitarbeiter erhält ein eigenes Konto ohne die Berechtigung, beliebige Software zu installieren.
- Den Wiederherstellungsschlüssel der Verschlüsselung speichern wir an zwei Orten, von denen einer außerhalb dieses Computers liegt.
- Die Datensicherung läuft ab dem ersten Tag und nicht erst, „wenn mal Zeit ist“. Dabei prüfen wir eine Sache, die oft vergessen wird: ob sich daraus tatsächlich eine Datei wiederherstellen lässt.
- Eine Übersicht: was wo steht, welche Passwörter es gibt und wann Lizenzen auslaufen. Sie bleibt beim Inhaber.
Das teuerste Szenario
Es ist kein Defekt. Es ist ein Computer, den jemand eingerichtet hat, der nicht mehr da ist, ohne notiertes Administratorpasswort und mit dem Verschlüsselungsschlüssel in seinem privaten Postfach. Einen solchen Arbeitsplatz wiederherzustellen ist manchmal teurer als ein neuer Computer und manchmal schlicht unmöglich.
Einrichtung der Hardware vor Ort beim Kunden
So gehen wir vor